Erkältung: Schnell wieder fit

Husten, Schnupfen, Heiserkeit: Irgendwann ist jeder dran. Mit den folgenden Tipps halten Sie bei einer Erkältung den Husten in Schach.

Es ist stets dasselbe: Am Anfang reizen Viren die Schleimhaut in Kehlkopf und Rachen und sorgen für einen trockenen Reizhusten, der bald massiver wird. Dann nämlich dient das Husten dazu, den Schleim zu entfernen, der die Atemwege blockiert. Das kann mitunter sehr unangenehm sein, doch es gibt Linderung auf vielfältige Weise. Spezielle Hustentees und -bonbons kurbeln die Speichelproduktion an und halten so die Schleimhäute feucht. Ideal sind auch pflanzliche Wirkstoffe, etwa Eukalyptusöl, Spitzwegerich, Eibisch, Isländisch Moos, Thymian oder Wollblume, die einerseits den Hustenreiz mildern und zudem das Abhusten erleichtern.

Trinken ist jetzt sehr wichtig, um die Abwehrkräfte zu stärken, den Schleim zu verflüssigen und das befreiende Husten zu unterstützen. Mit ausreichend Flüssigkeit lässt sich zudem der Hustenreiz bei trockenem Reizhusten lindern. Ohnehin sollte man nicht versuchen, durch voreiliges Husten den Lauf der Dinge zu beschleunigen, sondern erst husten, wenn der natürliche Reiz stark genug ist.

Wasser aufsetzen, Handtuch über den Kopf und tief einatmen: Dampfinhalationen sorgen ebenfalls für warme Feuchtigkeit, die krampflösend wirkt und das Abhusten erleichtert. Ideal: die ätherischen Öle aus Kamille, Thymian, Eukalyptus, Pfefferminze, Fenchel oder Anis. Wem es unterm Handtuch zu heiß wird, erreicht denselben positiven Effekt auch mit einer Inhaliermaske aus der Apotheke.

Das kannte schon die Großmama: Brustwickel sind ebenso althergebracht wie wirksam. Dazu braucht es drei Tücher: zwei dünne und ein dickes. Das erste Tuch wird auf der Heizung vorgewärmt, dann mit Erkältungsbalsam gestrichen und anschließend auf den Oberkörper gelegt, so dass Brust und Rippen bedeckt sind. Darüber wird das zweite Tuch gelegt, dann folgt ein flauschiges Badehandtuch, damit die Hitze lange vorhält, mindestens zwei Stunden sollten es schon sein.

Hilfreich ist es auch, wenn die Räume nicht überheizt und die Luft nicht zu trocken ist. Gut, wenn die Luftfeuchte bei rund 50 Prozent liegt und die Wohnräume maximal 20 Grad warm sind. Im Bett sollte man sich allerdings nur verkriechen, wenn es wirklich nicht anders geht, etwa bei Fieber. Ansonsten aber sollte man sich so viel wie möglich bewegen, am besten an der frischen Luft. Das tut nicht nur der Lunge gut, sondern stärkt auch die körpereigenen Abwehrkräfte und obendrein die Seele.

(ecada/Anna Strathaus)