Gesund essen: Alles Kohl

10420.rkohl.jpg10422.wkohl.jpgDem Kohl eilt ein wenig vorteilhafter Ruf voraus. Zu Unrecht: richtig zubereitet, entfaltet das charismatische Gemüse eine enorme geschmackliche Vielfalt. Und gesund ist es außerdem: Kohl versorgt den Körper nicht nur mit essenziellen Vitaminen, Mengen- und Spurenelementen sowie Ballaststoffen, sondern auch mit bioaktiven Substanzen, den sekundären Pflanzenstoffen.

Rosenkohl: Aromatisch und fein
Als Rosenkohl, Sprosskohl oder Brüsseler Kohl sind die kleinen grünen Röschen, die sich als Triebknospen in den Blattachsen der Rosenkohlstrünke bilden, bekannt. Sie sind, wenn man so will, eine belgische Entdeckung: Erst im 19. Jahrhundert begann man die walnussgroßen Kügelchen in der Nähe von Brüssel anzubauen. Rosenkohl ist aromatischer und feiner als die großen Kopfkohlarten und ein wenig herb. Gedünstet, nur in Butter geschwenkt, als Gemüsebeilage oder als krönendes Grün in Aufläufen sind die kleinen Knospen beliebt.

Und das auch, weil die Gesundheitsbilanz stimmt: Rosenkohl ist besonders reich an Vitamin A und C sowie an Mineralstoffen. Früher wurden die Kügelchen erst nach dem ersten Frost geerntet, denn aufgrund der eisigen Temperaturen bildet sich Zucker in den Röschen, ihr Aroma wird milder. Mittlerweile jedoch gibt es frühe Sorten, die schon ab September genießbar sind. Frischer Rosenkohl kann im Gemüsefach des Kühlschranks, in einem Kunststoffbeutel verpackt, einige Tage aufbewahrt werden. Er sollte jedoch nicht von Äpfeln oder Tomaten lagern, da er sonst schnell vergilbt.

Weißkohl: Eine winterliche Delikatesse
Im Sommer ist er angesagt als würzig-frischer Krautsalat, im Winter aber kommt der vitamin- und mineralstoffreiche Kohlkopf warm auf den Tisch. Nicht nur mit deftigem Fleisch, sondern auch fruchtig und raffiniert mit Ananas, Äpfeln und Rosinen ist er eine Delikatesse. Sauerkraut ist in vielen Küchen rund um den Globus ein klassisches Wintergemüse, besonders beliebt wegen seines hohen Vitamin C- und Kalium-Anteils.

Einerlei ob als Salat, frisches oder saures Gemüse: Weißkohl wird nicht zuletzt auch als kalorienarme Beilage geschätzt sowie wegen seiner probiotischen Wirkung auf die Darmflora. Frisch als lose und verpackte Ware oder verarbeitet und konserviert wird der Kohlkopf, das ganze Jahr über angeboten. Besonders zart und aromatisch: der Spitzkohl. Bis der zu haben ist, gehen allerdings noch einige Tage ins Land, denn das vielfältig kombinierbare Gemüse gibt es alljährlich nur im Frühling und Sommer.

(ecada/Aja Glas)